Katholische Blogs II

Wie schon im ersten Teil stelle ich in diesem zweiten Teil einige katholische Blogs recht allgemein vor. Dabei wage ich auch den Versuch einer einfachen (aber subjektiven) Kategorisierung.

Zu Beginn empfehle ich gern zwei eher wissenschaftlich ausgerichtete Blogs:

  • Gerd Häfner, Inhaber der Professur für Biblische Einleitung an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München, schreibt auf Lectio brevior aus der „ Sicht eines Neutestamentlers, also eines Menschen, der sich der Auslegung des zweiten Teils der Bibel verschrieben hat und dabei wissenschaftliche Methoden einsetzt … um mit Studierenden der Theologie auf andere Weise in Kontakt zu kommen. Die Erfahrung lehrt, dass nicht wenigen, die dieses Studium aufnehmen, die „Welt der Theologie“ fremd ist ? und bisweilen bis zum Schluss fremd bleibt.“
  • Über „christliche Existenzphilosophie, Gott, die Welt und alle Dinge überhaupt“ schreibt hier Josef Bordat (Dr. phil., Dipl.-Ing., M.A., Katechet, Küster und Lektor, Gastreferent). Die Herangehensweise an die philosophischen und innerkirchlichen Themen ist intellektuell sehr anspruchsvoll, was sich auch durch die Länge der Beiträge erkennbar macht J.

Weiter geht es mit einem Blog, das uns einen Einblick in den Alltag kirchlicher Mitarbeiter gewähren: die „Beobachtungen einer Pfarrhaushälterin” werden hier aufgeschrieben und uns weiter gegeben. (Ist es nur mir aufgefallen, dass die Autorin ihren Namen nicht preisgeben will? Sind die Beiträge realitätsnah oder erfunden?)

Der längste Abschnitt ist den „katholischen” (im Sinne von „treu”) Blogs reserviert. Die meisten davon werden anonym oder unter Pseudonym geführt. Warum?

  • Deus lux est sammelt sehr unregelmäßig „verstreute Gedanken zweier Katholiken in der Diaspora“.
  • Auf St. Dymphnaswelt Gedankenwelt schreibt Phil („Ein Sünder, der Gott liebt“).
  • Mit „katholisches und was mich sonst so umtreibt …“ beschäftigt sich Peter Winnemöller.
  • Im Beiboot Petri ist „ein Teamblog“ von Cinderella01, Damasus, Ester und Matthäus. Sie „streiten für unsere Kirche, unseren Papst und unsere Freude am Glauben!“
  • Laurentius Rhenanius macht auf Superpelliceum „Notizen aus der Provinz“.
  • Hier wird eine Sammlung von Heiligen Gebeten und Andachten angeboten.
  • Ähnlich werden hier „besondere Fundstücke der deutschen katholischen Volksfrömmigkeit“ aufgelistet.
  • Auf diesem Blog wird seit Juni 2007 nicht mehr publiziert, interessant ist die Linkliste (Blogroll) im rechten Menü.
  • Elsas Nacht(b)revier sticht aus dem Anonymat heraus. Es handelt sich um „das Weblog der katholischen Journalistin Barbara Wenz mit den Themen Literarisches und Lyrisches, Kulinarisches und Katholisches, Italienisches und Interreligiöses, Vagantisches und Vatikanisches.“

Zum Abschluss die Blogs die eine Brücke zwischen Kirche und neuen Medien, also Social Media Networks, schaffen wollen:

  • Stefan Lesting bekennt sich zum christlich-katholischen Glauben und beschäftigt sich hauptberuflich nicht nur hier „mit dem Potential des Web 2.0 für Organisationen“, besonders „in den verschiedensten Positionen auf den kirchlichen Großprojekten, wie dem Katholikentag, evangelischem Kirchentag oder den Weltjugendtagen.“
  • Als Vertretung der katholischen Blogszene aus Österreich sei Andrea Mayer-Edoloeyi genannt. Ihre privaten Gedanken und Erlebnisse sind hier zu lesen. Viele Beiträge spiegeln ihre berufliche Tätigkeit als „Social Media Managerin im Kommunikationsbüro der Katholischen Kirche in Oberösterreich und für die Katholische Aktion Oberösterreich“ wieder.

Nachtrag:
Der Bändelblog gibt Hilfe im Umgang mit dem Stundengebet. Für jeden Tag werden die Seitenzahlen zu den Laudes, Vesper und Komplet im großen und im kleinen Stundengebet aufgelistet.